

In diesem Jahr wählten 15 Wanderbegeistere als Ziel unserer Wandertage die Lüneburger Heide, die bisher kaum einer von uns kannte. Unser Ausgangspunkt war Egestorf-Sahrendorf, einem kleinen Ort am nordöstlichen Rand des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Er liegt nur wenige Kilometer entfernt von Undeloh und Wilsede.
Auch wenn die Vollblüte der Heide in der zweiten Septemberwoche schon vorbei war, blühte noch genug rosa und wir waren begeistert von der Vielfältigkeit der Landschaft mit den weiten offenen Heidelandschaften, den Wacholderbüschen und einzelnen Kiefern. Daneben prägen ausgedehnte Wälder und Moore die Landschaft. Höhepunkte unserer Wanderungen waren unter anderem der Heideschaugarten in Schneverdingen mit seinen 265 verschiedenen Heidesorten, das größte zusammenhängende Moor der Lüneburger Heide – das rund 8000 Jahre alte, derzeit renaturierte Pietzmoor – sowie das idyllische Heidedorf Wilsede.
Dieser historische Ort gleicht mit seinen alten Häusern einem lebendigen Museumsdorf, ist aber bis heute bewohnt. Er ist nur zu Fuß, mit Pferd oder mit der Kutsche zu erreichen. Besonders an Wochenenden reiht sich hier Kutsche an Kutsche. Auch eine große Heidschnucken Herde haben wir getroffen.
Ein Tagesausflug nach Lüneburg durfte natürlich nicht fehlen. Der Stadtführer war so begeistert von seiner Stadt, dass er uns nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten zeigte, sondern auch abseits der üblichen Route führte. Besonders eindrucksvoll waren die historischen Gebäude des Senkungsgebietes des ehemaligen Salzabbaus. Auch die Säulen der Michaeliskirche stehen schief. Ausklingen ließen wir den Tag in Lüneburg mit einem gemütlichen Abendessen am Ufer des Ilmenaus.
Der familiengeführte „Studtmann´s Gasthof“ diente uns als Standquartier. Die Ehefrau kochte leckere saisonale und regionale Gerichte, die wir à la Carte aßen. Wir sind wieder mit privaten PKW's angereist und zu den Startplätzen der Wanderungen gefahren. Großes Glück hatten wir auch mit dem Wanderwetter – nur am letzten Tag hat es etwas geregnet.
Es waren wieder erlebnisreiche Tage, die alle Teilnehmer sehr genossen haben. Mit dem Eindruck „die Lüneburger Heide ist eine Reise wert“ sind wir wieder heimgefahren.
Gero Püster
Die TGV-Gruppe Wandern hatte 2024 als Ziel der Jahreswanderwoche den „Vogelsberg“ ausgewählt. Für Viele eine neue Erfahrung, wenn nicht sogar die Kenntnisnahme eines bisher weißen Flecks auf der Deutschlandkarte. Der Vogelsberg mitten in Hessen ist das größte Europäische Vulkangebiet (Basalt, Basanit). Er besteht, wie wir bestätigen konnten, aus einer größeren Zahl an Bergen und Kuppen und stellt die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser dar. Er ist ein bedeutendes Grundwasserreservoir mit vielen Quellen, z.B. Nidda, Wetter, Schwalm und Lauter. Der hohe Vogelsberg mit dem Oberwald wird im Volksmund auch Hessisch-Sibirien genannt, was wir während unseres Aufenthaltes vom 1. -8. September allerdings nicht nachvollziehen konnten. Untergebracht waren wir im Dorfgasthaus Deutsches Haus aus dem Jahre 1780 in Bermuthshain, das auf 455 m ü.NN am Oberwald liegt. Teilweise war es sehr heiß und wir kamen manchmal reichlich ins Schwitzen und jeden Abend konnten wir unser Abendmenü (u.a. Spezialitäten, wie Beulches oder Spitzbuben) auf der Gartenterrasse zu uns nehmen.
Von Bermuthshain aus machten wir mehrere Abstecher in die nähere Umgebung: Alte Sprungschanze, Obermoser Seenplatte, Herchenhainer Höhe (733 m ü.NN) mit „Bonifatius Kanzel“, Taufstein (773 m ü.NN) mit dem magnetischen Geiselstein (720 m ü.NN) und Hoherodskopf mit Naturerlebnisausstellung (764 m ü.NN), „Uhuklippen“ und Teufelsmühle bei Ilbeshausen, restaurierte Dorfkirche in Lanzenhain, Kreuzkapelle von 1854 bei Herbstein, Schloss Eisenbach u.a. Einer der Höhepunkte dürfte wohl die Möglichkeit gewesen sein, bei den Vorbereitungen zum Brotbacken im holzbefeuerten Steinofen des Dorfbackhaus mitwirken zu dürfen. Das Ergebnis des 100% Roggenbrotes überzeugte so sehr, dass manche später bedauerten, nicht noch mehr Brotlaibe mitgenommen zu haben. Aber einige ließen sich auch ein wenig Sauerteig mitgeben - nur dürften das Backhaus und die tradierte oberhessische Sachkenntnis dazu fehlen.
Ein bisschen wehmütig verließen wir am Sonntag wieder diese recht dünn besiedelte Gegend mit ihren dreigeteilten Einhäusern, rotem Höhenvieh (jetzt eher Angler Rinder), Bergmähwiesen, Hochmooren und Felsenmeeren und wurden nur durch die aufkommende Schlechtwetterfront zur Heimfahrt gedrängt.
Peter Ohly
In diesem Jahr sind 17 Wanderbegeisterte nach Schloßböckelheim an der Nahe gefahren. Sanfte Hügel, schroffe Felsen, mediterrane Weinhänge und waldreiche Höhen machen diese Region zu etwas Besonderem. Die zahlreichen Wanderwege sind nicht überlaufen. Immer wieder öffnet sich der Blick über die Höhen und Täler. Spektakulär ist der Rotenfels, der mit 202 m höchsten Felswand zwischen den Alpen und Skandinavien. Schloßböckelheim liegt zwischen den sehenswerten Orten Bad Kreuznach mit Bad Münster am Stein mit ihren Salinen und dem historischem Bad Sobernheim. Unser Quartier, das Landhotel „Niedertäler Hof“. lag unmittelbar an der Nahe, ca. 1 km außerhalb von Schloßböckelheim. Auch in diesem Jahr haben wir für die Anreise zum Hotel und zu den Startpunkten der Wanderungen unsere Privat-PKW’s genutzt, denn das Hotel liegt abseits der nächsten Haltestelle und besonders die Startpunkte unserer Wanderungen waren mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht zu erreichen.
Weiterlesen: Wanderungen an der Nahe 08. - 18. September 2022
Nach zweijähriger Verzögerung wegen Corona ist es doch noch gelungen, die bereits 2019 von den Initiatoren geplanten Wandertage um Mosbach mit 18 Mitgliedern der Wandergruppe durchzuführen.
Weiterlesen: Neckar-Viertagestour vom 26. bis 29. April 2022
In diesem Jahr sind wieder 17 Vereinsmitglieder zum Wandern vom 07. bis 18. September 2021 ins Gasteinertal gefahren.
Weiterlesen: Hochgebirgswanderungen im Gasteinertal Sept. 2021










